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Thermostatventile 

Thermostatventile werden heute häufig oft noch bedient wie ein Wasserhahn: Empfindet man den Raum als zu kalt, wird der "Hahn" aufgedreht und zwar ganz, damit es schnell warm wird. Ist es zu warm, wird der "Hahn" wieder ganz zugedreht.  

Das war früher richtig, weil damals noch keine thermostatische Regeleinrichtung in den Heikörper integriert werden konnte. Heute wird durch ein solches Verhalten wertvolle Primärenergie verschwendet. Das kostet Geld und belastet die Umwelt.

Thermostatvenitle sind Regeleinrichtungen zur raumweisen Temperaturregelung und stehen in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung. Der Standard Thermostatkopf enthält einen kleinen Behälter, in dem sich eine Flüssigkeit oder ein Gas befindet. Wird nun durch die umgebende Raumlufttemperatur das Medium im Thermostatkopf erwärmt oder abgekühlt, so dehnt es sich aus oder zieht sich zusammen. Durch einen flexiblen Faltenbelag wird diese Volumenänderung auf eine Ventilstange übertragen, die dann das vom Heizungswasser durchströmte Heizkörperventil öffnet oder schließt. Der Hub der Stange wird zum einen durch den Ventilsitz und zum anderen durch einen Anschlag begrenzt.

Dreht man den Thermostatkopf auf, so wird die Ventilstange entlastet und es strömt solange Heizungswasser durch den Heizkörper, bis sich das Medium im Thermostatkopf über die gestiegene Raumtemperatur soweit ausgedehnt hat, dass das Ventil wieder geschlossen wird.

Fazit: Es bringt also überhaupt nichts, den Thermostatkopf weiter aufzudrehen als gefordert. Im Gegenteil, oft wird nämlich vergessen diesen in die richtige Position zu bringen, was eine Überheizung oder Auskühlung des Raumes zur Folge hat.

Die auf dem Thermostatkopf angeordneten Zahlen - normalerweise 1 bis 5 - entsprechen in etwa den Raumtemperaturen 12 bis 28 °C. Stellt man also standardmäßig 3 ein, so hält der Thermostatkopf eine konstante Temperatur von 20 °C im Raum. Die Toleranzen alter Thermostatköpfe und deren Verschleiß führen zu Abweichungen, die vom Nutzer oft nicht bemerkt werden, aber einen erhöhten Energieverbrauch auslösen können. Der Austausch ist in der Regel völlig unproblematisch und kostengünstig